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Gedichte zum Muttertag:
Muttertagsgedichte von Goethe bis Mörike

Hier finden Sie die schönsten Muttertagsgedichte von Klassik bis Moderne, die wir für Sie zusammengetragen haben.


Liebe Mutter
Lebe glücklich, lebe heiter,
lebe in Gesundheit weiter,
lebe viele Jahre noch!
Liebe Mutter, lebe hoch!

Volksgut


Ich denk an dich
Diese Rose ist für dich,
soll dir sagen ICH DENK AN DICH!
Liebe Grüße zum Muttertag!

Verfasser unbekannt


Alles Gute zum Muttertag
Es gibt so viele Mütter auf der Erde hier -
doch eine ist die beste und die gehört mir!
Alles Gute zum Muttertag!

Verfasser unbekannt


Zum Muttertag
Gute Sachen gibt es selten,
deshalb gibt es dich auch nur einmal!
Alles Liebe zum Muttertag!

Verfasser unbekannt


Arabisches Sprichwort
Weil Gott nicht überall sein konnte,
schuf er die Mutter.

Verfasser unbekannt


Indisches Sprichwort
Eine Mutter ist für ihr Kind
wie Regen für eine Blume.

Verfasser unbekannt


Sprichwort von Adelbert von Chamisso
Nur eine Mutter weiß allein,
was lieben heißt und glücklich sein.

Adelbert von Chamisso (1781-1838)


Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe
Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir
So lang dir kommt, lass keinen Zweifel doch
Ins Herz, als wär die Zärtlichkeit des Sohns,
Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust
Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,
Der tief im Fluss vor ew'gem Anker liegt,
Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut
Mit stürm'schen Wellen bald, mit sanften bald
Darüber fließt und ihn dem Aug entreißt,
So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich
Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom,
Vom Schmerz gepeitscht, bald stürmend drüber fließt
Und von der Freude bald gestreichelt, still
Sie deckt und nie verhindert, dass sie nicht
Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher
Zurückgeworfen Strahlen trägt und dir
Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)


Für Mama - Gedicht von Eduard Mörike
Siehe! von all den Liedern nicht eines gilt dir, o Mutter:
Dich zu preisen, o glaub's, bin ich zu arm und zu reich.
Ein noch ungesungenes Lied, ruhst du mir im Busen,
Keinem vernehmbar sonst, mich nur zu trösten bestimmt,
Wenn sich das Herz unmutig der Welt abwendet und einsam
Seines himmlischen Teils bleibenden Frieden bedenkt.

Ach, wie liebreich warst du der Welt und dientest allen!
Und wie klein doch, wie plump hat sie dich endlich verkannt!
Da entsagtest du ihr; doch lächelnd wehren die Deinen
Heute und gestern der Hand, die sich in Liebe vergisst.

Eduard Mörike (1804 – 1875)


Im tollen Wahn - Gedicht von Heinrich Heine
Im tollen Wahn hatt ich dich einst verlassen,
Ich wollte gehen die ganze Welt zu Ende
Und wollte sehn, ob ich die Liebe fände,
Um liebevoll die Liebe zu umfassen.

Die Liebe suchte ich auf allen Gassen,
Vor jeder Türe streckt ich aus die Hände
Und bettelte um kleine Liebesspende –
Doch lachend gab man mir nur kaltes Hassen.

Und immer irrte ich nach Liebe, immer
Nach Liebe, doch die Liebe fand ich nimmer
Und kehrte um nach Hause, krank und trübe.

Doch da bist du entgegen mir gekommen,
Und ach! Was da in deinen Aug geschwommen,
Das war die süße, lang gesuchte Liebe!

Heinrich Heine (1797 – 1856)


Und ob der Maien stürmen will - Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff
Und ob der Maien stürmen will
Mit Regenguss und Hagelschlag,
Wie ein verspäteter April:
Er hat doch einen schönen Tag.

Hat einen Tag, der schlimme Mai,
Viel lieber als das ganze Jahr,
Und wo es schien mir einerlei,
Ob trüb der Himmel oder klar.

Und ist er trübe auch, ich fand
Mein Sträußlein doch in Wald und Ried
Und kann doch küssen deine Hand
Und sagen dir ein schlichtes Lied.

Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848)


Gelegenheitsgedicht
Nimm, beste Mutter, dieses Sträuschen hin;
Sieh' nicht auf seinen Wert, nicht auf den Glanz der Gabe,
Nur auf mein Herz, denn Alles, was ich habe,
Ist dieser Strauß! Doch soll mein Kindessinn
Nur streben, stets gehorsam Dir zu sein,
Und Dich durch Fleiß und Tugend zu erfreu'n.

Die Vollständige Sammlung von Gelegenheitsgedichten (1852)


Die Festtage des Lebens 1
Einen Wunsch der Lieb' und Treue
Bringt mein kindlich Herz Dir dar,
Ja, das reichste Glück verleihe
Dir der Ewige auf's Neue
Jetzt und künftig immerdar,
Frei von Sorgen soll Dein Leben
In der Zeiten rascher Flut
Heiter Dir vorüberschweben!
Doch noch eins wünsch' ich daneben!
Bleib auch Deiner Tochter gut!

Die Festtage des Lebens (1856)


Die Festtage des Lebens 2
Bin ich auch noch jung und klein,
Kann doch etwas sagen;
Will mich meiner Mama freu'n,
Ihr ein Kränzchen tragen.
Nimm die Blüten in die Hand,
Vater hat's gebunden;
Blumen sind uns nah verwandt
In solch frohen Stunden.
Werd' ich einst zur Schule geh'n:
Kann ich Verse schreiben;
Und ich will, Du sollst es seh'n,
Gut und artig bleiben.

Die Festtage des Lebens (1856)