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Nikolausbräuche:
Bräuche rund um den Nikolaus und Weihnachtsmann

Nikolausbrauch

Der Heilige Nikolaus ist der Überlieferung nach eine echte historische Person. Der Bischof Nikolaus von Myra (ca. 280 - 351 nach Chr.) gilt bis heute noch als Wohltäter der Armen und in Not geratenen Menschen, aber vor allem als der Schutzpatron der Kinder. Der Weihnachtsmann ist dagegen eine Erfindung der Neuzeit und vor allem durch die Werbung eines bekannten Getränkehersteller weltberühmt geworden. Beide tun im Grunde genommen jedoch das ein und dasselbe, nämlich den braven Kindern kleine Gaben und Geschenke bringen.

Das "Goldene Buch des Nikolaus";

In Deutschland ist es schon lange Brauch, dass die Kinder am Vorabend des 6. Dezembers, dem so genannten Nikolausabend, zum Nikolaus beten, für ihn singen oder ihm Gedichte vortragen, während sie ihren Nikolausteller oder –stiefel vor die Tür stellen. Sie wollen ihm damit zeigen, wie „brav“ sie doch sind, damit sie vom Nikolaus Geschenke und nicht vielleicht die Rute bekommen. Der Nikolaus ist nämlich nicht immer der gute Mann und Heilige. In seinem „Goldenen Buch“ stehen alle guten, aber leider auch sämtliche Missetaten der Kinder aus dem vergangenen Jahr. Und wenn es ein Kind gar zu toll getrieben hat, dann bekommt es statt Apfel, Nuss und Mandelkern die Rute oder zumindest eine saftige Strafpredigt zu hören. In den meisten Regionen verteilt die Hiebe jedoch nicht Nikolaus selbst, sondern sein Begleiter Knecht Ruprecht.

"Hast du etwas auf dem Kerbholz?"

Früher haben die Kinder ihre guten Taten in ein so genanntes "Kerbholz" eingeritzt, zum Beweis für den Nikolaus, wie lieb und gut sie waren. Dieses Kerbholz, sowie Futter für sein Reittier legten sie für den Nikolaus bereit – in der Hoffnung dafür reich beschenkt zu werden. Der Spruch "etwas auf dem Kerbholz haben" stammt höchstwahrscheinlich auch dieser alten Nikolaustradition.

5. oder 6. Dezember – wann bringt der Nikolaus die Geschenke?

Wann die Kinder ihre Geschenke bekommen, ist von Region zu Region unterschiedlich. So besucht der Nikolaus vielerorts die Kinder schon am 5. Dezember, am Abend vor dem eigentlich Nikolaustag und bringt den Kindern Nüsse, Obst, Schokolade und allerlei nützliche Dinge, wie zum Beispiel warme Wäsche, Strümpfe, Schuhe, Schal, Mütze oder andere nützliche Dinge.

Bekannter ist der Brauch, dass die Kinder am 5. Dezember Stiefel oder einen Teller vor die Tür stellen. Erst am Morgen des Nikolaustages finden die Kinder dann Stiefel oder Teller gefüllt mit vielen kleinen Leckereien und Geschenken.