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Nikolaus:
Infos über den Nikolaustag, die Nikolausfeier und das Nikolausfest

Nikolaustag

Der Nikolaus, wie wir ihn heute kennen, mit seinem dazugehörigen Festtage am 6. Dezember, soll auf den mit zahlreichen Legenden behafteten Bischhof Nikolaus von Myra zurückzuführen sein..

Sankt Nikolaus ist der Schutzpatron der Seefahrer, reisenden Händler, Ministranten und der Kinder und gilt als Volksheiliger in der Katholischen, Anglikanischen und Evangelischen Kirche. Sein Name bedeutet so viel wie „Sieg(reich)er des Volkes“ bzw. „Sieger über das (aus dem) Volk“.

Wer war die Person „Nikolaus“?

Nikolaus von Myra wurde als Sohn reicher Eltern in Kleinasien, damals Teil des Römischen, später des Byzantinischen Reichs, geboren. Seine genauen Lebensdaten sind bis heute nicht bekannt. Wir wissen lediglich, dass er Ende des 3. Jahrhunderts in Patara geboren wurde und Mitte des 4. Jahrhunderts verstarb.

Mit 19 Jahren wurde Nikolaus von seinem Onkel zum Bischhof geweiht. Während seiner Amtszeit soll er zahlreiche gute Taten vollbracht haben - unter anderem verteilte er sein elterliches Erbe unter den Bedürftigen und Notleidenden.

Nach seinem Tode bildeten sich zahlreiche Legenden um die Person Nikolaus von Myra, insbesondere um seine angeblich vollbrachten Taten, und führten nicht zuletzt zu seiner Heiligsprechung.

Der Nikolaustag

Der Nikolaustag am 6. Dezember zählt zu den kirchlichen (nicht gesetzlichen) Feiertagen im Christentum und gilt zu Ehren des Bischhofs Nikolaus von Myra.

Zur Tradition des Feiertages gehört es, die Kinder zu beschenken. So wird am Vorabend des 6. Dezember eine Schuh oder Stiefel vor die Tür gestellt, welcher dann der Nikolaus über Nacht mit Apfeln, Nüssen, Mandeln, Orangen, Süßigkeiten und weiteren Kleinigkeiten befüllt.

Ursprünglich wurde den Kindern nicht nur mit Kleinigkeiten eine Freude gemacht, sondern richtig wie an Weihnachten beschert. Martin Luther schaffte jedoch das Geschenkeverteilen an Nikolaus ab, wodurch sich der Brauch des Geschenkebringens auf Weihnachten überging.

Die Nikolausfeier

Die Art und Weise, wie wir den Nikolaustag feiern, geht vermutlich auf die Legende der „Ausstattung der drei Jungfrauen“ zurück. Auf Grundlage dieser Legende könnte sich erklären, wieso der Nikolaus über Nacht kommt und man häufig vergoldete Wahlnussschalen in Nikolausstiefeln vorfindet.

Die Ausstattung der drei Jungfrauen
Ein verarmter Vater beabsichtigte, seine drei Töchter standesgemäß zu verheiraten. Da ihm hierfür jedoch die nötige Mitgift fehlte, beabsichtigte er, diese durch Prostitution seiner Töchter einzunehmen.
Nikolaus, der gerade das Vermögen seiner verstorbenen Eltern geerbt hatte und noch nicht zum Bischhof geweiht, erfuhr von der Situation der Mädchen und fühlte sich dazu berufen, ihnen zu helfen. So warf er an zwei aufeinanderfolgenden Nächten je einen großen Klumpen Gold durch das Zimmerfenster der Jungfrauen, da er seine Identität wahren wollte (es war damals verpönt, als wohlhabender Mann Notleidenden zu helfen).
In der dritten Nacht entdeckte ihn jedoch der Vater der Mädchen. Er erkundigte sich nach Nikolaus' Namen und dankte ihm für seine gute Tat. Denn nun war die Mitgift gesichtert und der Vater konnte seine Töchter ehrenhaft verheiraten.