Die schönsten, kleinen Vatertag Gedichte für Ihre Vatertagsgrüße per SMS oder eMail.
Vater werden ist nicht schwer
Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.
Ersteres wird gern geübt,
weil es allgemein beliebt.
Selbst der Lasterhafte zeigt,
daß er garnicht abgeneigt.
Nur will er mit seinen Sünden
keinen guten Zweck verbinden,
sondern, wenn die Kosten kommen,
fühlet er sich angstbeklommen.
Wilhelm Busch (1832 - 1908)
Vom Vater
Vom Vater hab' ich die Statur,
des Lebens erstes Führen,
vom Mütterchen die Frohnatur
und Lust zu fabulieren.
Urahnherr war der Schönsten hold,
das spukt so hin und wieder;
Urahnfrau liebte Schmuck und Gold,
das zuckt wohl durch die Glieder.
Sind nun die Elemente nicht
aus dem Komplex zu trennen,
was ist denn an dem ganzen Wicht
Original zu nennen?
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
Säh' ich Blumen draußen stehen,
Säh' ich Blumen draußen stehen,
Lief' ich eilends in den Garten,
Oder würd' ins Feld auch gehen,
Wo die Engel ihrer warten,
Würd' zum Kranz die schönsten pflücken
Und mit ihm dich jubelnd schmücken.
Doch die Blumen schlummern stille
Unter weicher weißer Decke,
Träumend von des Frühlings Fülle,
Dass sein süßer Hauch sie wecke. -
Ach, den Kranz kann ich nicht winden,
Und kann ich wohl Schönres finden?
Vater, zu dem heutigen Feste
Meine Liebe will ich bringen;
Sie ist dir ja doch das Beste,
Sie soll schöner Dich umschlingen
Als ein Kranz, der heut im Prangen
Morgen welket schon vergangen.
Hermann Frischbier (1823 - 1891)
Ich wünsch dir so vieles, mein lieber Papa
Ich wünsch' dir so vieles, mein lieber Papa,
Und ach, wie wenig ich bringe!
Drum leg ich Gott die Wünsche nah'
Dem Geber aller Dinge.
Ich wünsch' dass Gott Dich erhalten mag
So frisch und gesund wie heute,
Damit wir feiern noch oft den Tag
Zu Deiner und unsrer Freude.
Er schick' Dir des Glückes Sonnenschein
An jedem neuen Morgen,
Und für ein artig Töchterlein -
Dafür will ich selber sorgen!
Georg Lang (1836 - 1920)
Tief im innersten Gemüte
Tief im innersten Gemüte
Fühlen wir, wie Deine Güte
Immerdar an uns gedacht.
Alles, alles was wir haben,
Sind ja Deiner Liebe Gaben,
Opfer, die du uns gebracht.
Darum steigt aus Herzensgrunde
Heut in dieser Morgenstunde
Auf zum Höchsten unser Flehe:
Gib, o Herr, gib Heil und Segen
Unserm Vater allerwegen,
Gib ihm Glück und Wohlergehn!
Nur der höchste Herr der Welten
Kann, was du getan, vergelten,
Kann der Tugend Lohn verleihn.
Doch wir wollen uns bestreben,
In dem ganzen Erdenleben
Deiner Liebe wert zu sein.
Friedrich Roeber (1819 - 1901)
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