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Der Bischof von Myra
Und noch ein Heiliger aus Kleinasien: Der Heilige Nikolaus wurde im 4. Jahrhundert als Wohltäter und Bischof von Myra (nahe dem heutigen Antalya, Türkei) zur Legende. Angeblich stammt er aus einem reichen Elternhaus und verschenkte sein komplettes Erbe an die Armen.
Außerdem soll er zahlreiche Wunder bewirkt haben und gilt noch heute als Schutzpatron der Seefahrer, fahrenden Händler und der Kinder. Für das Wohlergehen der Kinder soll er sich besonders stark eingesetzt haben.
Apfel, Nuss und Mandelkern: Der Nikolausstiefel
Zum Gedenken an diesen wohltätigen Heiligen, der angeblich an einem 6. Dezember starb, werden die Kinder schon seit vielen Jahrhunderten beschenkt.
Am Vorabend zum Nikolaustage stellen die Kinder ihre Stiefel oder einen Teller vor die Tür. In diesem Nikolausstiefel oder –teller finden sie dann am Nikolausmorgen viele kleine Leckereien wie Äpfel, Nüsse, Plätzchen und Schokolade oder kleine Geschenke.
In manchen Regionen beschert der Nikolaus die Kinder auch schon am Abend des 5. Dezembers. Häufig wird der Nikolaus noch von einem grimmig dreinblickenden Gehilfen begleitet, dem Knecht Ruprecht, Krampus oder Beelzebub. Namen für den bösen Gesellen gibt es viele, aber er ist es, vor dem sich die (unartigen) Kinder in Wahrheit fürchten. Als Gegenpol zum lieben Nikolaus bestraft er nämlich mit seiner Rute die Kinder, die im vergangenen Jahr nicht artig waren.
Nikolaus oder der Weihnachtsmann?
Traditionell erkennt man Nikolaus an seinem Bischofsmantel, der Bischofsmitra und dem Bischofstab. Aber bitte nicht mit dem rot gekleideten Weihnachtsmann und seinem Rentierschlitten verwechseln, den eine weltbekannte Softgetränkefirma in den USA der 50er Jahre als Werbeträger erfand.
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